Der Weltraum. Eine Lebensfeindliche Leere. Hier finden die Großen Entdeckungen statt, Planeten, Phänomene und Kriege.
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Seejn

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Tue Sep 02, 2014 5:05 pm

Vindication [CEO 1028]

by Seejn » Sun Jul 23, 2017 11:51 am

„Schadensbericht!“
„Die Jakath ist kampunfähig, die Lorann meldet schwere Schäden an Triebwerken, Waffen sowie Lebenserhaltung. Das Flugdeck der Derell ist komplett zerstört.“
Drehen sie bei, decken sie die Lorann. Erwidern sie das Feuer auf Ziele 3, 5 und 6. Die Hauptbewaffnung auf Ziel 4 konzentrieren.“
„Sir, gerade sind zwei weitere Schiffe in das Geschehen eingetreten. Überprüfe Struktur und IFF…
Sir es sind weitere Arkanische Schiffe.“
„Kurs anpassen, wir können es uns nicht leisten ihnen die Seiten zuzudrehen.“
„Feindliches Schiff beschleunigt, Einschlag in 43 Sekunden.“
„Passe Kurs an. Steuerbord Manöverdüsen reagieren nicht. Versuche Überbrückung über Gyroarray.
Überbrückung nicht ausreichend, Haupttriebwerke verlieren weiter an Schubkraft.“
„20 Sekunden bis Einschlag.“
„A-Grav Projektoren fehlerhaft, Überbrückung ebenfalls fehlgeschlagen. Dekomprimiere Treibstoffkammer 4… Kammer 4 Dekomprimiert, Effekt… nicht ausreichend. Leite zusätzliche Ressourcen auf die Backbord Düsen, das sollte den Aufprall lindern.“
„Einschlag in 2… 1…“

Kommandant Deren Jha Lugg schreckt auf. „Was wo?“, er sieht sich panisch und verwirrt um.
„Beruhige dich Deren.“ Eine sanfte Talkarie Stimme durchbrach seine Panik, und er realisierte dass er nicht auf seinem Schiff war, sondern in der Bar der Lokalen Raffinerie Station, als die Arme der Talkarie Dame seine Brust umschlossen. „Es war nur ein Traum. Und du weißt doch wer dir bei solchen immer helfen kann.“
„Ja, ja, es stimmt…“ flüsterte der Kommandant vor sich hin als es sich kurz in den Schoß der Talkarie fallen ließ. Sie hatte Recht, bei ihr würde er immer zur Ruhe kommen. Nur wenige Augenblicke später richtete sich Deren Jha Lugg auf, er richtete seine Uniform, leerte sein Glas in einem zug, schauderte sich kurz, und legte noch eine Handvoll Cheps auf den Tisch der Talkarie bevor er sich auf den Weg aus der Bar machte.
Die Talkarie wartete kurz bis der Kommandant die Bar verlassen hatte, und stand dann ebenfalls auf, und brachte das Glas des Kommandanten an die Theke. „Ich werde nie verstehen was diese Pullesianer an diesem Gesöff so mögen.“ Ihr ganzes Gesicht verzog sich als sie nur kurz an dem Glas roch bevor sie es Abstellte.“
„Nira…. Wie lange willst du dem armen Typen noch den Kopf verdrehen?“ zischte der Lamia Barkeeper als er das Glas entgegen nahm und zu spülen begann.
„Nun, er bezahlt gut dafür dass ich ihm den Kopf wasche, und man soll ja niemals kurzfristig denken.“ Erwiderte sie ihn darauf bevor sie sich kichernd abwendete während sie mit den Cheps in ihrer Hand spielte.


Einige Zeit Später trudelte Kommandant Deren Jha Lugg in der Kommandozentrale der Derawur ein.
Die Blicke seiner Crew sprachen Bände, die Verfassung ihres kommandierenden Offiziers war bereits länger Gesprächsthema der halben Flottille.
„Bericht!“ war das einzige Wort das der Kommandant von sich lies als er sich an die Zentrale Konsole lehnte.
„Sir, die Reparaturen sind beinahe abgeschlossen. Die Jakath und die Lorann sind voll einsatzbereit, die Derell erwartet noch Nachschub an Jägern und Piloten welche mit der Aufstockung in 3 Tagen ankommen müssten. Sir, es fehlt immer noch die Aufteilung für die neuen Offiziere die mit der Aufstockung ankommen. Der Befehlsstab der Lorann und Derell fragen erwidert die Liste ihrer neuen Offiziere an um sicherstellen zu können das ihre Dienstpläne Flüssig laufen wenn die Verstärkung eintrifft.“
Der Kommandant scheute kurz auf um zu verdeutlichen dass er die Anfragen wahr genommen habe, das selbe hatte er schon die letzten 13 male gefragt als die Lorann und die Derell ihr anfragen gestellt hatten. Er senkte seinen Blick wieder und blickte auf das Tablett das an seine Konsole geklemmt war. Er nahm es in die Hand und machte sich ohne etwas zu sagen wieder auf den weg die Kommandozentrale zu verlassen.
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GAR

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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by GAR » Tue Aug 22, 2017 8:58 pm

Es war ein üblicher Nachmittag auf dem Promenadendeck der Raffineriestation 7E-13, an dem die üblichen Arbeitertrupps auf dem Weg zu ihrer Schicht durch das Zwielicht wanderten, oder gerade von der Arbeit kamen. Wie üblich saß ein vimoränischer Raffineriearbeiter namens Viggonolk an dem üblichen Tisch auf der Terrasse vor seinem Lieblingsimbiss.
Anders als üblich hatte er sich dieses Mal aber nicht das übliche Menü mit der falschen Oluhna Kolben bestellt, sondern sich den Atrianischen Linseneintopf genommen. Auch anders als üblich schienen heute ungewöhnlich viele Pullesianer durch das Zwielicht zu wandeln. Waren sie Arbeiter, so wie er, oder waren das neue Mannschaften der Sirene.
Viggonolk löffelte nachdenklich von seinem Eintopf und sah sich mit weiteren fragen konfrontiert.
Hieß es vielleicht eigentlich „seine“ Eintopf? Viggonolk war sich nicht sicher was der richtige Artikel dafür war. Bei arkanischen Wörtern konnte man sich meistens relativ sicher sein, bei denen wechselte das zwar alle paar Jahre, wenn man sich aber ab und an mit arkanischen Sportnachrichten beschäftigte, blieb man leicht auf dem Laufenden. Bei der letzten Meisterschaft der Linguisten zum Beispiel Maark Aputt seine Gegner im Ring so richtig zu Brei geschlagen und darum hieß es jetzt „die“ Oluhna Kolben, bei dem, beziehungsweise, der atrianischen Eintopf war das schon etwas fragwürdiger. Ebenfalls fragwürdig war es wohl, was die Atrianen wohl von dem Eintopf halten würden. Also, nicht dass er den Betreibern des Imbiss was unterstellen wollte, aber der Geruch erinnerte ihn schon ein wenig an das ketorianische Teehaus. Vor lauter Aromastoffen war davon aber zum Glück nichts zu schmecken.
Wie dem auch war, Viggonolks Erwägungen über den möglichen Inhalt und den richtigen Artikel seiner Speise entschwanden schnell in die Bedeutungslosigkeit, als er eine nur all zu vertraute Silhouette im Zwielicht ausmachte. Es war nicht die Gestalt eines guten Freundes, oder überhaupt auch nur einer bestimmten Person, sondern es war die allgemeine Erscheinung eines verhassten Feindes der Vimoränen, die Erscheinung eines Avennati.
Viggonolk ging es ja schon gegen den Strich, dass man solches Pack überhaupt an Bord erlaubte, aber es gab leider nicht viel was sich dagegen unternehmen lies, schließlich konnte er sie wohl kaum selber vertreiben, so was zu versuchen wäre viel zu gefährlich und oben drauf würde er sich auch noch Ärger mit der Stationssicherheit einhandeln.
Auf der anderen Seite weigerte sich die Sicherheit aber auch noch die Kerle wegzusperren bis man sie bei einem Verbrechen erwischt hatte.
Es war wirklich eine frustrierende Angelegenheit über die Viggonolk schon viele Geschichten gehört hatte, tatsächlich hatte ihm ein Kollege erst die Tage erzählt, wie einer seiner Freunde von einem Beamten der Sicherheit erfahren hatte, der sich schmieren ließ.
Leider hatte der Freund seines Kollegen nicht genau sagen können um welchen Beamten es sich dabei handelte, oder wer ihn geschmiert hatte, aber das war trotzdem fast ein eindeutiger Beweis, dass die Sicherheit sich von den Avennati bestechen ließ und sich bestimmt deswegen weigerte sie einzusperren, wenn man ihnen nicht gerade Tat und Täter auf einem silbernen Tablett servierte.
Kaum das Viggonolk diesen Gedanken gefasst hatte bemerkte eine silbern leuchtende Reflexion an der Hüfte des Avennati den er beobachtete und beim genaueren Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Spiegelung auf dem glatten Gehäuse eines Datapadds handelte, oder zumindest sah es auf die Entfernung für ihn so aus.
Dergleichen war für gewöhnlich nichts unübliches, solche Geräte wurden allgemein von vielen Leuten verwendet und dabei oft, mal mehr mal weniger exponiert am Gürtel mitgetragen.
Die Avennati verwendeten aber nur irgendwelchen selbstgebastelten Müll, also musste das Gerät was der Kollege da hatte gestohlen worden sein.
Viggonolk erhob sich von seinem Platz um sich die Sache mal näher anzusehen und sich das vermeintliche Datapadd tatsächlich als solches herausstellte würde den Avennati bei der Stationssicherheit melden und ihn aus dem Verkehr ziehen lassen.
Als er schließlich näher heran kam sah er, dass es sich tatsächlich um ein industriell gefertigtes Datapadd handelte, aber das war leider auch schon alles was er erkenn konnte und Viggonolk bezweifelte, dass die Stationssicherheit irgendwas unternehmen würde wenn er einen Avennati wegen Diebstahl meldete, ohne ihn beschreiben zu können.
Auf der anderen Seite, wenn er ihnen das Gestohlene Padd brachte und sie dann beim Überprüfen ihrer Überwachungsaufnahmen den Avennati als Dieb sahen würden sie wohl kaum darum herum kommen ihn festzunehmen.
Und außerdem, wenn Viggonolk schon Probleme hatte irgendwelche Einzelheiten am Avennati zu erkennen, ob wohl er an das ewige Zwielicht der Pullesianer gewohnt war, dann konnte der Avennati umgekehrt sicherlich erst recht nichts und niemanden erkennen womit es ein leichtes sein sollte ihm das Datapadd abzunehmen. Und selbst wenn der Avennati in dem halbdunkel etwas von Viggonolk sehen sollte, was half ihm das? Verwahrloste vimoränischer Raffineriearbeiter gab‘s an Bord im Überfluss und er konnte sich wohl kaum an die Stationssicherheit wenden, weil ihm jemand sein Diebesgut gestohlen hatte.
Viggonolk beschloss also dem Avennati das gestohlene Datapadd abzunehmen und es der Stationssicherheit zu übergeben und so rempelte er ihn herzhaft an und suchte eilig das Weite, nachdem er ihm das Gerät abgenommen hatte.
Anschließend mischte Viggonolk unter die Leute um sicherzugehen, dass ihm der Avennati nicht folgte, aber so wie er überzeugt hatte, dass die Luft rein war marschierte schnurstracks zum nächsten Sicherheitsbüro und Padd dort abzugeben.
Als er dort ankam stockte ihm im ersten Moment der Atem, als er durch die halbtransparente Glasfront hindurch sah, wie jemand mit den ungefähren umrissen eines Avennati beim Wachhabenden Beamten am Schreibtisch stand. Er beruhigte sich aber schnell wieder, denn der Avennati dem er das Padd abgenommen hatte würde wohl kaum die Stationssicherheit um Hilfe bitten.
Viggonolk nahm sich also wieder zusammen und trat ein.
Als die Türen öffneten und die Anwesenden sich umwanden um den Neuankömmling in Augenschein zu nehmen sah sich Viggonolk aber dann tatsächlich Angesicht zu Angesicht einem Avennati gegenüber der ihn sogleich mit bedrohlich funkelnden Augen anstarrte. Der Anblick erinnerte in auf beunruhigende Art an diese unheimlichen Raptoren Monster, die man aus pullesianischen Filmen kannte.
Dann hob der Avennati auch noch die Hand um mit dem Finger auf Viggonolk zu deuten und dabei rief er, „Chief, das ist der Kerl, er hat sogar mein Datapadd dabei!“
Ein Moment der angespannten Stille entstand in der wohl keiner der Anwesenden so richtig wusste was er tun wollte. Viggonolk gingen dabei hunderttausend Fragen und Ängste durch den Kopf.
War das etwa der Avennati dem er das Padd abgenommen hatte?
Wenn Ja, wie konnte er ihn sehen? Wenn Nein, was hatte das zu bedeuten?
War die Stationssicherheit nicht nur korrupt, sondern steckte mit den Avennati unter einer Decke?
Wollten ihn die wahren Machthaber an Bord los werden indem sie ihm ein falsches Verbrechen anhängten, weil er die Wahrheit herausgefunden hatte?
Das Schweigen wurde schließlich gebrochen als sich der pullesianische Sicherheitsoffizier vernehmlich räusperte.
„Also, meine Herren, ziehen wir mal keine voreiligen Schlüsse und versuchen die Sache gemeinsam aufzuklären. Bisher hab ich die eine Hälfte der Geschichte schon gehört, aber bevor ich mir irgendeine Meinung dazu mache möchte ich gerne die andere Hälfte hören,“ danach wand sich der Pullesianer direkt an Viggonolk, „Also mein Herr, ich nehme an, dass Sie hier her gekommen sind, weil Sie mir irgendetwas melden wollen. Ich bräuchte dann ihren Personalausweis und ihre Aussage.“
Viggonolk überlegte für einen Moment, ob er nicht einfach kehr machen und die Flucht ergreifen sollte, aber er war sich im klaren, dass es das nur noch schlimmer machen würde.
Die Stationssicherheit konnte ihn auch ohne Ausweis mit Hilfe der Überwachungsaufnahmen identifizieren. Es würde nur länger dauern seine Identität zu bestätigen und dafür sorgen, dass die Behörden seinen Fall dann in schlechterer Stimmung abarbeiten würden.
Also nahm Viggonolk seinen Mut zusammen und trat vor, an den Schreibtisch.
„Nun, ich heiße Viggonolk Sulatno“ begann er dann „Ich möchte einen Diebstahl melden.“
Und mit diesen Worten legte Viggonolk das Datapadd , zusammen mit seinem Personalausweis, vor dem Pullesianer am Schreibtisch ab.
Der Pullesianer nickte abwartend, derweil der Avennati ein verachtendes Schnauben von sich stieß.
„Nur die Ruhe,“ versuchte der Pullesianer ihn darauf zu beschwichtigen. „Ich kann verstehen dass Sie gerade sehr aufgeregt sind, aber ich muss Sie ersuchen sich entweder zu beruhigen oder draußen zu Warten, bis Herr Sulatno seine Anzeige eingereicht hat.“
„Aber wenn ich‘s ihnen doch sage, Chief, dass ist der Kerl!“
„Möglich, aber woran meinen Sie ihn erkannt zu haben? Ich meine, außer am dreckigen Overall oder daran dass er Vimoräner ist. Wenn sie sich draußen auf der Promenade umsehen werden sie nämlich feststellen, dass wir ein paar mehr von den Zeitgenossen hier haben.“
Der Avennati hielt darauf inne und verschränkte dann die Arme vor der Brust, gab aber keine Widerworte.
„Nun denn, Herr Sulatno,“ fuhr der Pullesianer dann fort, „Ich nehme mal an, es geht nicht um ein Vergehen gegen ihr Eigentum, sondern gegen fremdes, genauer gesagt, dieses Datapadd, dass sie mitgebracht haben, richtig?“
„Richtig,“ bestätigte Viggonolk, „Das war nämlich so. Ich hab den Dieb gesehen, wie er sich damit davon machen wollte.“
„Aha. Also haben sie den Diebstahl beobachtet?“
„Nun, nein eigentlich nicht“
„Aha. Und woher wissen sie, dass es sich bei der Person die sie Gesehen haben um den fliehenden Täter handelte?“
„Nun, das war offensichtlich.“
„Woran war das offensichtlich? Nicht dass ich ihnen etwas unterstellen möchte, aber wie wollen Sie den Täter überhaupt erkannt haben, wenn sie nicht mal die Tat beobachtet haben?“
„Nun weil… ich hab die Rasse des Diebes erkannt. Der Dieb war ein Avennati und die können sich solche Datapadds nicht leisten, außer wenn sie sie stehlen.“
Auf diese Worte hin gab der Avennati neben ihm abermals ein verachtendes Schnauben von sich.
„Also gut, meine Herren, ich glaube ich habe genug gehört und wie Sie, Herr Sulatno in den Besitzt dieses Gerätes gekommen sind frage ich sie jetzt nicht. Ich denke weiß einen Weg wie ich den Ablauf hier beschleunigen kann.“
Und mit diesen Worten ergriff der Pullesianer das Datapadd und begann darauf herum zu tippen.
„Meine Herren, es handelt sich bei diesem Gerät um ein Talon 21D. Mit dieser Typenbezeichnung bin ich nicht völlig vertraut, ich weiß aber, dass Talons nur an Organisationen wie das pullesianische Militär ausgegeben werden und nicht am zivilen Markt verkauft werden dürfen.
Weiters sagt das Datapadd, dass es an den Gefreiten Zhun D‘Ough von der Sirene ausgegeben wurde.
Gefreiter Zhun D‘Ough, ich denke wir können mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass dieses Datapadd zu ihnen gehört,“ und mit diesen Worten schob der das Datapadd dem Avennati zu.
„Im weiteren gehe ich davon aus, dass ihnen das Datapadd von einem unbekannten Täter gestohlen wurde und, dass der gut Herr Sulatno hier gerade in der Nähe war als der Täter ein kleines Missgeschick hatte und ihm das Gerät wieder verloren ging.
Meine Herren, wenn sie einverstanden sind würde ich also dahingehend verfahren, dass wir bei der der Anzeige gegen Unbekannt seitens des Gefreiten Zhun D‘Ough bleiben und Herrn Sulatno als Zeugen eintragen.“
Als der Pullesianer geendet hatte viel Viggonolk ein Kampfstern-großer Stein vom Herzen und er Atmete erleichtert auf.
Wie sich zeigte war die Sache aber noch nicht ausgestanden, weil der Avennati der sich als Gefreiter Zhun D‘Ough von der Sirene herausgestellt hatte, sich wohl nicht mit dieser Lösung einverstanden schien und dagegen protestierte.
„Bitte was? Aber Chief, dass kann doch nicht ihr ernst sein.“
„Also gut, ich kann statt dessen auch zwei unabhängige Anzeigen mit bekannten Tatverdächtigen eintragen. Nachdem es sich bei dem gestohlenen Gegenstand aber um Militäreigentum handelt müsste ich sie beide hier behalten und den dafür zuständigen Behörden Bescheid geben. Das würde bei ihnen, Herr Gefreiter, aber auch einen Eintrag in der Dienstakte zufolge haben.“
Der Gefreite Zhun D‘Ough stand darauf mit einem Mal wie erstarrt da, nicht mal sein Rührte sich.
Schließlich räusperte er sich, nach dem er die Fassung wieder gefunden hatte.
„Ahm… ich meinte, selbstverständlich bin ich damit einverstanden die Anzeige gegen Unbekannt weiter zu verfolgen.“
Der Pullesianer nahm dies mit einem Nicken zu Kenntnis und fuhr fort.
„Sehr gut, nun ich denke die relevanten Informationen haben wir bereits alle festgehalten, damit brauche ich nur noch eine Unterschrift von Herrn Sulatno als Zeugen und wir sind hier fertig.“
Das ließ sich Viggonolk nicht erst zweimal sagen.
Derweil der Pullesianische Sicherheitsoffizier noch die Dokumente vorbereitete die er unterschreiben sollte, nahm der Sirenen Gefreite bereits sein Datapadd an sich und verließ das Büro.
Später, als Viggonolk selber damit fertig war Unterschriften auf Dokumente zu setzen und gehen konnte, tat er dies aber nur mit großer Vorsicht.
Er war sich bewusst, dass er was wirklich dummes angestellt hatte und ihm war auch klar, dass er gerade noch mal davon gekommen war, ohne die Konsequenzen tragen zu müssen.
Aber irgendwie kehrten seine Gedanken immer wieder zu der Frage zurück was gewesen wäre wenn.
Was wäre gewesen, wenn der Gefreite auf eine Anzeige gegen ihn bestanden hätte?
Wenn der Gefreite auf eine Anzeige gegen ihn bestanden hätte, würde er mindestens seine nächste Schicht in der Raffinerie verpassen. Sein Arbeitgeber würde ihn entlassen. Die Pullesianer würden ihn vor einem Gericht verurteile. Er würde den Rest seines Daseins, Lichtjahre von Zuhause, als verurteilter Straftäter verbringen und seiner Familie auf Vimoran kein Geld mehr schicken. Oder noch schlimmer, die Pullesianer würden ihn ausweisen und die Arkanier würden ihn, als straffälligen Untertanen, in ein Arbeitslager stecken.
Viggonolk verlor in weiterer Folge immer mehr die Kontrolle darüber, wohin ihn seine Füße trugen, derweil er sich unfreiwillig in immer grauenvolleren und immer detaillierteren Horrorszenarien erging die er mit einer einzigen unbedachten Handlung über sich und seine Lieben zuhause auf Vimoran hätte bringen können.
Als Viggonolk irgendwann wieder zurück in die Wirklichkeit fand war beißender Gestank die erste Sinneswahrnehmung derer er sich bewusst wurde.
Wie sich heraus stellte hatte ihn sein Irrweg in einen der Wartungskorridore hinter der Promenade geführt, genauer gesagt, hinter das Ketorianische Teehaus.
Viggonolk hielt sich angeekelt die Nase zu und wollte schon das weite suchen, aber da öffnete sich auf einmal die Hintertür des Teehauses und da verkroch er sich schnell hinter ein paar Müllcontainern. Sein Schicksal hatte heute schon auf Messers Schneide gestanden und da wollte er nicht Riskieren, dass ihn jemand hinter den Geschäften der Promenade rumstreunen sah und ihn bei der Stationssicherheit meldete.
Von seinem Versteck aus hörte Viggonolk erst nur das Rumpeln eines beladenen Frachtkarrens, aber dann aber vernahm er die vertrauten Stimmen, der Zukhasi die seinen Lieblingsimbiss bewirtschafteten.
Viggonolk konnte sich absolut nicht erklären was da vor sich ging, aber er konnte sich nicht des Dringenden Verlangen erwehren, zu erfahren was hier geschah und so lugte er Vorsichtig aus seinem Versteck hervor und dabei erblickte sein Auge tatsächlich die Zukhasi, wie sie einen Frachtkarren den Korridor entlang schoben. Und der beißende Gestank war schlimmer als zuvor.
„Du, wegen der Ziegen Scheiße, was ich dir noch sagen wollte. Wenn wir die Masse für die falschen Oluhnas machen, versuch erst gar nicht erst irgendwas nebenbei Ziehen oder einweichen zu lassen. Ich weiß, es ist ein wenig schade um die Zeit, aber so wie‘s jetzt ist riecht die Hälfte von unserem Sortiment nach Scheiße.
Nach dieser übel erregenden Offenbarung sackte Viggonolk kraftlos in sich zusammen, während sich ein flaues Gefühl in seiner Magengegend ausbreitete.
Die Flasche Oluhna Kolben war seine übliche Leibspeise, aber zu erfahren dass die anscheinend Hauptzutat des Gerichts von dem er sich die letzten Jahre hauptsächlich ernährt hatte, ausgerechnet diese widerliche Ziegen Scheiße sein sollte, machte ihn Krank.
Und so saß Viggonolk hilflos hinter dem Ketorionschen Teehaus in seiner Nische zwischen den Müllcontainern und sah sich zunehmend von dem Drang erfasst zu erbrechen bis er sich so seiner Eingeweide entledigte. Gleichermaßen kam ihm dabei aber auch ein Gedanke der ihn auf abstoßende Art faszinierte, in der Art wie ihn bisher manche Besonders groteske Szenen in Horrorfilmen unfreiwillig faszinierten und in ihren Bann gezogen hatten.
Ein Teil dieses unfreiwilligen Erstaunens bestand darin, dass er Jahrelang genüsslich Scheiße gegessen hatte, ohne es zu merken. Zugegebener Maßen wurden die meisten Lebensmittel im Weltraum früher oder später durch einen Biomasse Recycler und wurden gereinigt und mit Nährstoffen angereichert, von den Zukhasi hatte er aber vorher erlauscht, dass sie die Ziegen Scheiße direkt weiterverarbeiteten, womit es sich damit nicht um aufbereitete Biomasse, sondern wirklich um gekochte Scheiße handelte. Das war aber nicht das was ihn wirklich beschäftige und seine in seinen Bann schlug.
Das was ihn aber wirklich beschäftigte, was er nicht verdrängen konnte, so sehr es auch wollte, war nicht, dass seine geliebten Oluhna Kolben aus Ziegen Scheiße bestanden, sondern, wie knusprig diese Scheiße war.

Wärend Viggonolk Sulatno, der vom zweifelhaften Glück geküsste Vimoräne seinen Irrweg antrat der ihn bis in die nach Ziegenmist stinkenden Wege hinter dem Ketorionischen Teehaus führen würde, trat der weniger vom Schicksal geschlagene Gefreite Zhun D‘Ough mit einigen Minuten Verspätung vor seinem Befehlshabenden Offizier an.
Dabei blieb ihm zu hoffen, dass sein neuer Vorgesetzter die Nachricht von der Stationssicherheit, welche seine Verspätung erklären sollte, auch erhalten und zur Kenntnis genommen hatte.
Andernfalls würde er anstehende Disziplinierung wohl oder übel hinnehmen und darauf hoffen in der nächsten Zeit eine passende Gelegenheit zu finden seinen Vorgesetzten über den wahren Grund seiner Verspätung aufzuklären, oder ihm seine wahre Arbeitsmoral unter Beweis zu stellen.
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Tue Sep 02, 2014 5:05 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by Seejn » Sat Feb 17, 2018 6:17 pm

Es waren nun mehr einige Tage vergangen, seitdem jemand den Kommandanten sein Quartier verlassen gesehen hatte, aber nicht einmal der XO traute sich zu ihm zu gehen. Oder vielmehr wollte er dies gar nicht. Er war mit der Situation eigentlich recht zufrieden, denn der Unberechenbare zustand des Kommandanten wühlte die Flotte nur unnötig auf.
Das Führungsschiff wurde inzwischen darüber in Kenntnis gesetzt das der Sensorposten 53A seinen letzten Bericht noch nicht eingesendet hatte. Die nachricht erreichte auch den Kommandanten, welche daraufhin nur die Notiz anhängte "Für kaputte Antennen sind wir nicht zuständig."
Das war vor zwei Tagen, seither immer noch keine Nachricht vom Sensorposten, und immer noch kein Kommandant in Sicht.
Der XO wurde langsam etwas unruhig, und beschloss der Stille auf den Grund zu gehen, jedoch konnte er seinen Kommandieren Offizier nicht einfach überstimmen, und befahl somit eine Patroulie loszuschicken, welche zufälliger weise auch an Sensorposten 53A vorbeikommen würde. Er stellte die Crew für ein kleines Kurzstreckenschiff zusammen, eine einfache Aufgabe, sollen es die Grünschnäbel übernehmen, und wenn es doch brenzelig wird, könnten sie einfach zur Flotte zurückkehren.

Unter anderem viel auch dem Gefreiten Zhun D‘Ough das zweifelhafte vergnügen zu, sich dieser Mission anschließen zu dürfen, so wie 9 weiteren Neuankömmlingen der Flotte. Die Nachricht würde ihm morgen früh direkt zu Schichtbeginn von seinem Vorgesetzten überbracht werden, er habe sich heute nicht wie üblich bei seinem Arbeitsplatz zu melden, sondern solle sofort anfangen einen Feldkoffer zu packen und sich vorbereiten Chefmechaniker des Kurzstreckenschiffes zu werden. Er hätte nun noch etwa eine stunde zeit um sich beim Dockinport zu melden.
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by GAR » Sun Feb 18, 2018 12:11 pm

Als Zhun am nächsten Tag seine Dienstzuweisung entgegen nahm, machte er sich sofort daran, seine Werkzeuge zusammenzupacken und zog sich dann das Wartungsloggbuch des betreffenden Schiffes aus der Datenbank. Die übrigen Sachen die er für die Fahrt brauchte würden sich mit ein paar Handgriffen erledigen lassen, also wollte er seinen Seesack nicht unnötig durch die Gegen tragen, während er sich um seine anderen erledigungen kümmerte. Also machte er Zhun daran noch ein paar zusätzliche Spielzeuge zu organisieren, um sich beschäftigt zu halten, ein paar einfache Geräte die an Bord nützlich werden würden um die Anlagen in Stand zu halten, bei denen aber auch niemand nachfragen würde.
Es war schließlich immer spannender an irgendwelchen Geräten rumzuschrauben, als nur darauf zu warten, dass die Zeit vergehen würde. Und bei der nächsten Leistungsbewertung war es immer eine gute Sache ein Sammlung mit Logbucheinträgen voweisen zu können, die vorbildliches Betragen zum ausdruck brachten. Besonders wenn man sich in dem Dem durchlauf auch den einen oder anderen Fehltritt geleistet hatte.
Nachdem Zhun alle Werkzeuge beisammen hatte, machte er einen kurzen Abstecher in seinem Quartier, um seine Tasche mit Sachen für die Reise zu packen.
Die restliche Zeit verbrachte er in der Kantine, mit einem heißen Getränk. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, das kulinarische Angebot auf der Promenade zu erkunden, aber nach dem gestrigen Vorfall, wollte er sich nicht in eine Position bringen, wo ihm der gleiche Unsinn noch einmal mit einem Datapadd und mindestens drei weiteren voneinander unanbhängigen Gegenständen zu durchlaufen.
Als es dann schließlich Zeit wurde, trat Zhun so beladen beim ihm ausgewiesenen Dockingport an.
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Tue Sep 02, 2014 5:05 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by Seejn » Thu Feb 22, 2018 2:41 pm

beim Dockingport angekommen, fand er sich von einer Reihe sehr junger Pullesianer wieder.
"Hallo, ich bin Josa, ich werde heute den Pilot sein, und so wie du aussiehst wirst du wohl uns unser Schiff unterm Hintern auseinander nehmen."
Josa war selbst für einen Pullesianer recht groß geraten, und seinem Hals nach zu urteilen müsste er von der Roten oder der Feuerkaste sein, was vermutlich sein aufdringliches verhalten erklären würde.
Auf den ersten Blick erblickte Zhun noch mindestens 3 weitere junge Pullesianer mit den gleichen Typischen Feuerkaste Schuppen am nacken, welche alle höchst amüsiert über Josa´s Kommentar zu sein schienen.
Ein weiterer Pullesianer drückte sich aus der Gruppe heraus, er war deutlich kleiner als Josa, und schien kräftiger gebaut zu sein.
Braune Kaste, kräftiger und robuster, das musste dann also sein Mechaniker Kollege sein.
"Um, hallo, mein Name ist Gaven, Mechaniker von der 3. Akkademie auf Pullesia V."
Er musterte währenddessen den Werkzeug-Gürtel den Zhun trug.
"Ist das ein Talon 21D? Woah, bei uns wurden noch die alten 13er ausgeteilt."
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by GAR » Thu Feb 22, 2018 9:14 pm

Zhun nahm die Josa's Bemerkung mit einem knappen Nicken zur Kentnis. Er überlegte kurz, ob er damit kontern sollte, dass sie sich keine Sorgen um den Zusammenhalt des Schiffes machen brauchte, so fern keine berechtigten Zweifel über die Fähigeiten ihrs Piloten im Raum standen, beschied dann aber für nicht besonders Weise wäre, mit seinen neuen Kameraden gleich auf Konfrontationskurs zu gehen.
Noch dazu wo Gaven so gnädig war ein unverfänglicheres Gesprächsthema anzubieten.
"Ja, in der Tat. Das ist ein 21D. Wurde mir auf einem früheren Posten zugewiesen. Ist so weit ich weiß nichts besonderes, aber wenn Sie, wie es scheint, gerade erst von der Akademie gekommen sind, wäre es wohl gut möglich, dass ihr Gerät aus Restbeständen erhalten haben. Ich bin übringends Zhun D‘Ough und ich bin heute unser Chefmechaniker."
Und mit diesen Worten nahm er sein Besagtes Datapadd vom Gürtel.
"Und wo wir schon davon Reden, das Schiff auseinander zu nehmen." fuhr er dann an den Piloten gewand fort und reichte ihm das Datapadd mit dem aufgeschlagenen Wartungsloggbuch.
"Den Logbüchern zuvolge wurden einige der Systeme schon länger nicht mehr einer routinemäßigen Wartung unterzogen und ich gedenke dem Abhilfe zu verschaffen. Sie kommen doch damit klar, wenn Sie zeitweise auf ein paar Thruster oder Gyros verzichten müssen. Oder, Pilot Josa?"
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Tue Sep 02, 2014 5:05 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by Seejn » Fri Feb 23, 2018 4:19 pm

Etwas überrascht dass sich dieses Ding wagt wagt ihn anzusprechen, entwich ihm nur ein "Pfff, als ob mir sowas Schwierigkeiten machen könnte."
Kurz darauf drehte er sich um, und wendete sch wieder seinen Kameraden zu, doch noch bevor er sich ganz umgedreht hatte und wieder begann abfällige Kommentare abzulassen trat ein weiterer Pullesianer durch die Gruppe. Dieser scheint deutlich älter zu sein als die anderen, auch wenn alter bei den Pullesianern etwas komisch verlaufen zu scheint, so strahlte dieser hier doch eine gewisse art von Erfahrung aus, als Zhun dann die Rangmarkierungen erkannte bestätigte das seine Vermutung.
"Nun Carbinar Josa, sie sind doch nicht etwa dabei wieder unvorteilhaft aufzufallen oder?"
"Ich doch nicht, es ist dieses Ding da was mir Unterstellungen macht." Erwiderte Josa selbstgefällig.
"Dieses >Ding<, wie sie ihn nennen, ist ehrenvolles mitglied der Sirene, und bislang kann ich in seiner Akte noch keine Randnotizen entdecken, also lernen sie gefälligst ihre Zunge besser im Griff zu haben."
Der Ältere Pullesianer wandte sich nun von Josa ab, und der gesamten Gruppe zu:
"Nun meine Damen und Herren, ich bin Primarch Dargon Gen Kogg, der Kommandierende Offizier dieser Patroulie und somit für diesen Kindergarten hier verantwortlich. Ich bitte darum sich während des Fluges zu vertragen, vor allem da sie alle neu hier sind, ist das eine besonders wichtige Mission für ihre folgenden Einteilungen.
Unser Schiff für diesen Tripp wird ein für Militärische zwecke modifizierter Lorica mittelstrecken Frachter des Typs F-8.
Unsere Abreise ist für 0900 lokaler Zeit geplant, also möchte ich sie nun alle bitten ihr Gepäck zu verstauen, und ihre Posten zu beziehen. Machen sie sich vor Abflug bitte mit dem Schiff und ihrem Arbeitsumfeld vertraut."

Ruhe durchzog die Gruppe, nicht einmal Josa bewegte sich. Der Primarch salutierte nach seiner Ansprache kurz, und begab sich dann auf den Weg ins Schiff.
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by GAR » Sat Feb 24, 2018 3:53 pm

Zhun nahm das Auftreten des Primarchen mit stummer Akzeptanz zur Kenntnis und fuhr nach der Ansprache damit fort sich für die Reise einzurichten. Also verstaute er seinen Seesack in einer an den Maschienenraum angrenzenden Crew Kabinen und machte sich auf den Weg in diesen, um mit seinen Preflight Checks zu beginnen.
Dort war er nicht lange unter sich, da Mechaniker Gaven sich zu ihm gesellte.
Derweil Zhun die einen Maschienen überprüfte, kümmerte sich der Pullesianer um die anderen. Wenn auch mit ein wenig mehr als der gebührenden Sorgfalt.
"Wenn wir hier fertig sind." ergriff Zhun das Wort "Also wenn wir mit der Routine durch sind, werde ich mir die Umwelt Systeme ein wenig näher ansehen.
So weit das Logbuch zurück geht gibt's darüber keinen Tadel, aber das heißt auch, dass so weit die Einträge reichen, keiner groß einen Grund hatte genauer über die Anlage drüber zu gehen.
Ich verlange nicht, dass Sie mir dabei zur Hand gehen und ich werd's auch nicht in meinem Bericht aufscheinen lassen. Wenn doch werde ich ihre Hilfe aber ausdrücklich in meinem Bericht aufscheinen lassen."
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Re: Vindication [CEO 1028]

by Seejn » Sun Feb 25, 2018 7:54 pm

Gaven schien noch etwas unentschlossen über Zhun´s "Vorschlag", immerhin ging er nicht davon aus sich mehr arbeit zu machen als notwendig war, aber auf der anderen seide würde sich ein ausdrücklich positiver Eintrag bestimmt auch gut machen.
Ein Paar Minuten verstrichen, alle schienen sich mit ihren plätzen vertraut gemacht zu haben, die Nachtschicht belegte schon mal die Kabinen, und Primarch Kogg machte eine letzte Runde durch das Schiff um sicherzugehen dass alle gut angekommen sind bevor sie losfolgen. Er erreichte gerade das hinterste ende des Schiffes, wo sich der Maschinen Raum befindet und öffnete die Luke, nur um Sekunden darauf mit tobendem Donnern mitten in den Frachtraum geschleudert zu werden. Ganz offensichtlich bewegte sich das Schiff, und ebenso offensichtlich schien jemand vergessen zu haben die Andockklammern anständig zu lösen.
Nachdem sich alle gesammelt hatten zog sich Gavens Gesicht zu einer Miene, "Na toll, jetzt muss auch noch einer während des Fluges raus und die Klammern wieder gerade biegen."
Zeitgleich zu Gavens Gejammer vermachte man aus dem Anliegenden Frachtraum beinahe irrsinniges Fluchen, welches wieder näher zur Luke zu kommen Schien. Der Primarch Klemmte sich mit seinen Beinen in der Luke fest, straffte mit den Händen seine Uniform, und gab dann nur Kurz von sich: "Nun, wie sie wohl bemerkt haben sind wir gerade Abgelegt, also hoffe ich, dass sie alle mit ihrem Transfer fertig geworden sind, wenn nicht ist es jetzt auch zu spät. Wen sie entschuldigen meine Herren, ich scheine im Cockpit gebraucht zu werden..."
Er richtete noch kurz den Rest seiner Uniform, und machte sich dann an die Leiter neben der Luke, Auf den Weg zum oberen Deck.
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Vindication [CEO 1028]

by GAR » Mon Feb 26, 2018 9:45 pm

Zhun fand sich selber ein wenig überrumpelt als die Konsole an der er Arbeitete mit einem mal scheinbar von ihm weg beschleunigte, aber er fing sich schnell wieder. Unsanfte Manöver konnten beim Reisen im Weltraum schon einmal vorkommen. Wobei das Ablagen für gewöhnlich nicht dazu gehören sollte.
Nachdem er einen kurzen Blick auf seine Konsole geworfen hatte, um sich des allgemeinen Status des Schiffes zu versichern, nahm Zhun schließlich seine routine mäßigen Überprüfungen wieder auf.
Dabei meinte er knapp, an Gaven gewant "So viel zum Thema Checking for Flightready."
Dannach schwieg er wieder eine Weile, während er und der Pullesianer die Systeme im Maschienenraum für den Abflug zu überprüfen. Wenn auch im Nachinein.
Weitere Kommunikation ereignete sich vorerst nur um arbeitsbezogene Notwendigkeiten herum.
Wie sich herausstellte funktionierte alles so weit Einwandfrei, wobei einige der Kühl und Schmiermittel Anzeichen für Verunreinigungen aufwiesen. Vielleicht hatten die Tanks undichte Stellen, aber genau so gut konnte es sein, dass die Flüssigkeiten schon länger nicht mehr gewechselt wurden. Oder das schlichtweg billigere Betriebsmittel verwendet wurden, die nicht so lange hielten.
"Hier scheint so weit alles Ordnung zu sein" ergriff Zhun schließlich das Wort. "Wenn ich darum ersuchen darf, melden Sie bitte klar zum Ablegen. Ich will unseren Piloten nicht weiter irritieren als Notwendig.
Abgesehen davon, die Überprüfung der Umweltsysteme ist vorerst verschoben. Ich will mir auf Grund der gegebenen Umstände erst einmal die Kabinendichtungen ansehen. Und die Struktur des Schiffes. Und dann natürlich auch die Andockklammern."
Dannach wartete Zhun einen Moment ob und was Gaven darauf erwiedern würde, während er sich einen vorläufigen Zeitplan für die außerplanmaßigen Wartungsarbeiten zusammenstellte. Neben der strukturellen Überprüfung war darin auch ein Kontingent an weiteren Fleißaufgaben eingetragen, wie die Überprüfung der Umweltsysteme am folgenden Tag und die Kallibrierung der Gyroeinheiten am Tag darauf.
Mit dieser Liste Bewaffnet machte Zhun sich dann schließlich auf um den Primarchen aufzusuchen damit dieser seinen selbst aufgestellten Zeitplan begutachten konnte.
Er ging zwar nicht davon aus, dass Primarch Dargon Gen Kogg groß irgendwelche Einwände hegen würde, aber als Kommandierender Offizier wollte dieser bestimmt im Bilde darüber sein was auf dem Schiff vorging. Bevor jemand unautorisierter Weise eine Luftschleuse öffnete. Oder die Sanitäranlagen außer betrieb nahm. Oder auf eigene Initiative in See stach.
"Sir" begann er dann schließlich, als er sich an den Primarchen wand. Nachdem sich die Lage hörbar beruhigt hatte.
"Ich war so frei eine Liste mit außerplanmäßigen Wartungsarbeiten vorzubereiten, sollte das Wartungsloggbuch etwas abrunden. Ich ersuche Sie daher um Ihr Einverständnis.
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