Der Weltraum. Eine Lebensfeindliche Leere. Hier finden die Großen Entdeckungen statt, Planeten, Phänomene und Kriege.
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GAR

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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Die Pfade des Erwachens

by GAR » Thu Nov 10, 2016 9:46 pm

Unbenanntes Schiff, M'Rhae Flottille

In den frühen Abendstunden wandelte ein Jüngling den die Leute Nao nannten wie im Traum durch die leeren Korridore eines noch namenlosen Stahlkolosses, das schon bald das Herzstück eines neuen Raumschiffes darstellen sollte.
Sein Weg führte ihn entlang der Aggregate des Hyperantriebs, ohne dass er auch nur einen bewussten Gedanken daran gefasst hatte, wohin er eigentlich gehen wollte.
Die letzten Monate hatte er nur für diese Maschinen gelebt und so maß er ihnen eine besonderen Wert bei.
Die Anstrengungen und Mühen die es gebracht hatte um diese Anlagen mit all ihren sensiblen Einzelteilen zu erbauen waren dabei aber nur ein Teil einer für ihn noch viel tiefer gehenden Verbindung die er zu den Maschinen des Hyperantriebs empfand.
Als Sohn eines Schiffsbauers war Nao schon so weit der zurückdenken konnte mit dem Leben und Arbeiten an und auf einem entstehenden Raumschiff vertraut. Dementsprechend war die Arbeit an dem Schiff für ihn zunächst nur ein weiteres Bauprojekt sein, an welchem er und seine Familie, ebenso einige andere Familien, für eine Weile arbeiten würden.
Außerdem hätte es Anfangs noch nicht einmal ein besonders großes Schiff werden sollen, sondern einfach nur wieder irgendein FTL Kern, für irgend so einen Fürsten, der sein eigenes kleines Reich darum bauen wollte, aber dann war alles anders gekommen.
Erst hörte man verrückte Geschichten über Schrottsammler, welche ihr Handwerk aufgaben um in Asteroiden nach rohen Mineralien zu schürfen, anstelle wie seit avennat gedenken verwertbare Komponenten und Metalle aus treibenden Wracks zu nehmen.
Dann brachen ganze Konvois unter dem Schutz der Königlichen Garde auf, um das abgebaute Geröll in irgendein Hinterwelt Sternensystem zu bringen und das war noch nicht mal das wirklich verrückte daran, sein die Schiffe kehrten tatsächlich bis in den letzten Winkel mit den kostbarsten Gütern vollgestopft wieder zurück.
Zu verdanken war dieser neue Reichtum der Prinzessin T’Hemeydeia, einer Prinzessin von der man im Volk bislang kaum auch nur gehört hatte, dass es sie überhaupt gibt. Von da an sprachen man überall nur von ihren Wohltaten für das Reich und wie sie der Flottille durch ihre geschickten Verhandlungen Macht über fremde Völker verlieh.
Manche Stimmen wollten nicht mehr aufhören zu munkelten, dass sich T‘Hemeydeia bald schon T‘Hemeydeia‘ardaux nennen durfte, also ihrem ältesten Bruder die Thronfolge abgelaufen hätte.
Ob dem so sein würde, oder ob es sich eines Nachts aus munkelte stand in den Sternen, aber so oder so, in jedem Fall brachte der Strom an eingeschifften Waren eine regelrechte Flut an einfach allem was man sich wünschen konnte.
Darunter waren zum Beispiel auch seltene Materialien die man ansonsten nur mit größtem Aufwand herstellen konnte, wie einige sehr seltene, aber besonders wichtige Werkstoffe die sich nicht so leicht aus altem Metall und Kunststoff gewinnen ließen.
Mit dem ganzen neuen Baumaterial war es mit einem Mal möglich größere und vor allem bessere Maschinen bauen und das auch noch billiger als vorher.
Darauf hin wollte der Bauherr für den Nao‘s Familie gerade arbeitete, dass sie ihm sein Schiff immer größer und größer bauten.
Aber zu dem Zeitpunkt wollten auf einmal noch ganz viele andere Lords und Ladys, dass man für sie größere und bessere Schiffe baute, also gingen viele ausgebildete Schiffsbauer weg, um anderswo zu arbeiten.
Aber das war nicht das einzige was sich änderte, neben den Unmengen an Baumaterial brachten die Erzfrachter auch Tonnen um Tonnen an frischen Lebensmitteln, echtes Obst und Gemüse, Zeug dass natürlich aufgezogen war und nicht in aus einem Nährstoffrecycler kam.
Nao stammt ja aus einer Familie von Handwerksleuten und die waren keine armen Schlucker, aber solches Essen hätten sie sich früher nicht leisten können.
Früher gab es so etwas wie frisches Obst oder Gemüse nur einmal im Jahr zum Mitwinter Fest. Und dann auch nur in guten Jahren.
Nun konnten sie es sich leisten mehrmals im Monat frisches Essen aufzutischen.
Aber das war noch lange nicht alles was sich veränderte, nein, von da an ging es erst richtig los.
Eines Nachts, als sie gerade alle schwer am Arbeiten waren, um den größer gebauten FTL Kern mit Energieleitungen zu verkabeln kam der Baumeister (also nicht der Bauherr, sondern der sondern der Baumeister für den sie als Handwerker arbeiteten) persönlich zu Besuch um eine frohe Botschaft zu verkünden.
Ihr früherer Bauherr war von Prinzessin T‘Hemeydeia ausgezahlt worden, womit sie nun für die Prinzessin persönlich arbeiteten.
Und die Prinzessin wiederum befahl ihnen, dass sie das Schiff so groß und mächtig bauen sollten, wie es nur irgendwie möglich war.
Also machten sie sich ein Drittes mal daran das Schiff komplett umzubauen, damit es größer werden konnte.
Aber die Welt war da noch lange nicht damit fertig sich zu wandeln.
Das neue Schiff war immer weiter und weiter angewachsen und sie hatten zunehmen immer mehr Hilfskräfte dazu bekommen um die ganze Arbeit überhaupt erledigen zu können aber dann kam mit einem Mal der königliche Erlass, dass jede Familie die einem Handwerklichen Gewerbe nachging Freiwillige stellen sollte, um der Krone zu helfen einen einen neuerlichen geschlossenen Vertrag zur Mehrung des Reichsruhms zu erfüllen. Einen Vertrag der wieder von der ruhmreichen Prinzessin T‘Hemeydeia ausgehandelt worden war.
Danach hatten sie zwar alle Materialien die sie sich nur wünschen konnten und alle Helfer die sie brauchten, aber nun mussten sie mit noch weniger Fachleuten auskommen und da war Nao auf einmal einer der wenigen die sich wirklich gut mit dem Innenleben und den Einzelteilen von Hyperantrieben auskannte.
Bald darauf war Nao der Zuständige Chef für eine Hundertschaft an Arbeitern die Komponenten für den Überlichtantrieb herstellten montierten.
Zu der Zeit fühlte es sich für ihn, als ob die Welt um ihn herum dabei war sich Stück für Stück aus den Angeln zu heben, den es hatte so viele Dinge die immer schon in den gleichen Bahnen verlaufen waren hatten sich vollkommen verändert und es war nicht abzusehen, das auch nur irgendwas bald wieder seinen normalen verlauf nehmen würde.
Aber das schicksalhafte Ereignis, das sein Leben ein für alle Mal über den Haufen werfen sollte kam erst noch.
Eines Nachts kam ein königlicher Herold zu ihnen auf den Bau um Nao zu irgendeiner Art Untersuchung zu bringen.
Da waren dann nackte Aliens die fast schon wie Menschen aussahen, so genannte Talkarie und dann waren sie auch noch Sternensichtige.
Die Talkarie führten irgend so einen komischen Test mit ihm durch, von dem er vielleicht die Hälfte verstand und als sie fertig waren sagten sie ihm, dass ihn zu ihrer Heimatwelt mitnehmen würden um auch aus ihm einen Sternensichtigen zu machen.

Die übrigen Nächte die er noch zuhause bleiben konnte hatte er damit zugebracht sich Hals über Kopf in die Arbeit am Hyperantrieb zu stürzen und wie er das hatte.
Nao hatte sich in den Hyperantrieb verkrallt als ob sein leben davon abhängen würde und in gewisser Weise tat es das auch, denn das Leben, wie er es sich vorstellen konnte stand ja unmittelbar vor seinem Ende.
Über die letzten beiden Monate hatte es geschafft, zum Schreckensgespensnt aller Hilfsarbeiter zu werden die auch nur in der Nähe des Hyperantriebs arbeiteten und hatte jedes auch noch so kleine Detail am FTL noch mal persönlich überarbeitet, wenn er auch nur den kleinsten Grund hatte anzunehmen, dass sich etwas nicht im Bestmöglichen zustand befand.
Nao hatte sein Herz und seine Seele für den Antrieb gegeben. Viele Komponenten hatte er persönlich nach originalen Plänen nachgebaut und einige Bauteile selber neu erfunden, damit alles richtig funktionierte und er hatte mit der Eisernen Hand, mit der er die Arbeiten am FTL dirigierte, die meisten Leute vergrault die ihm lieb und teuer waren. Aber das alles hatte sich gelohnt.
Der Hyperantrieb war fertig und die Testflüge waren erfolgreich. Nicht nur das, der König hatte hatte ein paar schnittige Fregatten, richtige Kriegsschiffe abstellen lassen um sie zu geleiten und zur Not, falls die Maschinen versagten, abschleppen zu lassen. Am ende konnten die aber nicht mal mit ihnen mithalten, so dass sie langsamer fliegen mussten, damit ihre Eskorte dranbleiben konnte.
Nao‘s Antrieb war wirklich mit Abstand das beste was je jemand seit dem Exodus gebaut hatte.

Nao fand schließlich mit einem langen müden Seufzen in die Gegenwart zurück und fand sich im Maschinenraum, vor dem Hauptcomputer wieder und wurde ihm mit einem Mal klar was ihn hierher verschlagen hatte.
Sicher er hatte seinen Antrieb unbedingt noch ein letztes Mal sehen wollen, um abschied zu nehmen, aber wenn es nur das gewesen wäre, hätte er auch am Abend vorbeikommen können, bevor das Shuttle anlegte, dass ihn mitnehmen sollte.
Nao trat an den Hauptcomputer heran und verband sich über sein neurales Interface mit der Maschine.
Die neurale Verbindung zu den Maschinen fühlte sich für ihn mittlerweile ebenso vertraut an, als wären sie ein Teil seines Körpers, wie seine Hand, oder seine Ohren.
Dieses mal wanderte seine Aufmerksamkeit nicht zu der Flut an Signalen über welche er sonst nach dem Wohlergehen seines geliebten Hyperantriebs fühlte, sondern zu den niedersten Ebenen der Hardwareimpulse des Hauptcomputers selbst und gab ihm einen absolut schwachsinnigen Namen wie er nur die Ausgeburt seiner Verzweiflung und Sehnsüchte sein konnte.
Das Schiff würde bestimmt bald auf irgendeinen Namen getauft werden, denn Prinzessin T‘Hemeydeia sich ausgesucht hatte, aber so lange man nicht die gesamte Computertechnik im Maschinenraum austauschte würde es im Herzen immer den Namen tragen, dem Nao ihm verliehen hatte.
Mit seiner Situation immer noch nicht wirklich zufrieden, aber in seinem Herzen zumindest ein wenig getröstet, ließ Nao sich noch einen Moment darin schwelgen, die Impulse seines Schiffes zu fühlen und machte sich dann still und heimlich wieder auf den Weg zu seiner Kabine, um vor der Abreise doch noch einen Moment Ruhe zu finden.
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Fri Jan 23, 2015 2:04 am

Re: Die Pfade des Erwachens

by IanNS » Thu Nov 10, 2016 9:49 pm

[Talkar-System, Talkar Prime, Cohhgo, lokales MEK-Center]

Sophia Haji von Sallais Talemar, war hier zu ihren letzten Evaluierung ihrer Erwachtenfähigen bevor sie zur Akademie, daher sass sie gerade in einem Evaluierungs-Raum, er ein nüchterne kleiner weißer Raum, ohne Fenster, Lüftung und Ablenkungen.
Kameras, Mikrofone und Sensoren waren sorgfältig in den Wänden versteckt um alles zu überwachen.
Sie wartet gerade auf ihren dem MEK-Prüfer und sah etwas gelangweilt auf ihre PLAN-Smartphone.
„Entschuldige die Wartezeit bitte Haji. Ich bin Hug.“, sagte er als er in die Tür rein kam.
„Kein Problem, es war ja nicht lange.“, erwiderte sie darauf und setzt sich gerade hin.
Hug legte eine Tasche recht unsanft auf den Tisch und nahm sein PLAN-Smartphone heraus und legte es auf dem Tisch neben Hajis, wobei er kurz lächelt als er den Anhänger sah, in Form eines kleines Raumschiffes, der am Smartphone befestige war.
Schnell tippte er etwas und die Tischplatte, welcher ein Touchscreen war aktiviert sich.
„So erst mal den Papierkram.“, sagte er und wischte ihr, ihre Akte auf den Platz.
Hajis Akte wurde daraufhin vor ihr angezeigt und sie müsste alles was in ihr war bestätigten, was sich in den folgenden Minuten gewissenhaft tat, als sie fertig war wischte sie, sie zurück zu Hugs Platz.
Er nickt und bestätigt es mit einen Code den er flink eintippte und sah dann kurz auf ein neues Dokument.
„Vielen Danke Haji, so jetzt ein paar Fragen.
Wie haben sie ihr Vorbereitungs-Programm auf die Akademie empfunden?“
Sie war etwas überrascht bei der Frage.
„Es war lustig, vor allem die Schiessübungen und das alle zwei Wochen stand finden Wochenend-Gruppentraining.
Das Erwachtentraining war die Hölle, die Schmerzen beim Einsetzten sind übel, wobei es langsam besser wird.“
Er nickte und sah wieder auf die Tischplatte.
„Empfindest du deine Fähigkeiten als Belastung oder als Geschenk?“
Das war eine Frage mit der sie eher gerechnet hatte.
„Sie sind beides, sie haben dafür gesorgt das ich die Galaxie sehen kann und meinen Teil zur Befreiung der Galaxie tun kann.
Ich finde das Schicksal der Avennatii hat keine Spezies verdient.
Doch wird sich meine Familie sorgen machen wen es soweit ist.“, sagte sie und sah etwas traurig aus.
Es war stehst unschön daran zu denken welche Sorgen sie sich noch machen würde später, wen sie ihre Planstelle beim bald gegründeten Vanguard AT Regiment antreten würde.
Hug sah diesmal nicht auf die Tischplatte.
„Gab es einen besonderen Moment während der Vanguard-Vorbreitung?“, fragte er und sah sie gespannt an.
Haji sah kurz nachdenkend in die Luft und sah kurz darauf an.
„Wir hatten einmal eine kleines Kampftraining mit einen Trupp Vigilanten.
Die Ausbilder hatten Farbgewehre, Farbgranaten und große Filzstifte als Messer mitgebracht, der Truppenführer per Zufall bestimmt und wir machen uns auf dem Weg in das Übungsgebiet.
Wir hatten nur zwei andere andere Erwachten, daher hatte unsere Truppenführer uns in drei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hatte einen Erwachten.
Nach ein paar Minuten hatten wir Kontakt und die Gummigeschosse mit Farbspitzte jagte durch die Luft.
Ich robbte vorsichtig durch das Dichtgig am Waldboden und sah einen Vigilanten der gerade einen einen meiner Kameraden unterdrückt.
Sein Pech war, das ich bereits etwas einfach Schreiben konnte und durch die Ablenkungen des Feuergefechts war er nicht darauf vorbereitet, also habe ich meine Truppenführer per Funk gesagt was ich tun werde und das er bereit sein soll.
Das nächste was der Vigilant sah war, wie am Rande seines Blickfeldes etwas zwischen seinen Trupp fiel, für mehr als so etwas billiges reichte es nicht aber es tat seine Job.
Er hat laut Granate gebrüllt und ist in Deckung gesprungen, der Rest ist Geschichte.“
Hug lachte etwas gedämpft darüber.
„Sehr gut gemacht, simple und effektiv. Bereuen sie es bisher noch nicht?“, fragte er in einen andere Tonfall.
„Manchmal denke ich, das ich mit meinen Fähigkeiten auch mit den MEK gutes tun könnte, Erwachten werden ihren Fähigkeiten gemäß eingesetzt damit ihre Potenzial nicht verschenkt wird, was ich verstehen kann.
Ich kann Wunden heil, Schmerzen nehmen und vielleicht ja auch Lebewesen vor dem Tod retten, wen ich dafür sorgen das mehr meine Kameraden wieder in die Heimat zurück kommen ist es das Wert, so kann ich deren Familie ihre Lieben zurück bringen, das würde sich jede Wünschen.“, sagte Haji aufrichtig.
Hug lehnte sich mit eine leicht melancholischen Blick zurück, er machten den Job seit gut 100 CEO-Jahren, in den letzten zwei Jahren hatte er viele diese ersten Generation Krieger-Talkarie gesehen, sie waren all nett und freundlich und ihr Sinn für die Pflicht gegenüber ihren Spezies und Staat war stark.
Sie vertrauen darauf das ihre Leben eine kleinen Unterschied machen würde, vielleicht gerade auch nur eine Elektronenmasse in den gewaltigen Kräftemessen das sich gerade abspielt in der Galaxie, er hatte während des Gespräches ihre Gedanken und Emotionen gelesen und das Bilder hinter ihren niedliche Fassade zu bekommen um zusehen ob sie aufrichtig ist.
Sie war es keine Frage.
„Nun zu dem Test der Fähigkeiten.“ sagte er und sah wie ihre Gesicht etwas aufhellte.
Er nahm ein kleines Blattpapier aus seiner Tasche und legte auf seine Handrücken.
„Bitte beweg das Blatt etwas.“, sagte er als er Fertig war.
Haji stellt sich vor ihren inneren Auge vor wie sie es, leicht nach oben hebt aber nichts passiert.
„Nichts bleibt nichts leider.“, sagte sie ohne Enttäuschung in der Stimme.
„Leider wahr nun zum Leiden.“, sagte er und nahm das Blattpapier und schnitt sich damit klein aber gut sichtbar am Handrücken.
Haji zuckte etwas beim Anblick wobei sich auch Überraschung in ihren Gesicht zeigt das jemand dazu in der Lage war.
„Ich mache es schon lange, ich weiss wie es geht. Wärst du so nett bitte.“, sagte er und hielt ihr die Hand hin.
„Klar.“, sagte sie und legt ihre eine ihre Hand auf die Wunde und stellte sich vor sie heilt, sie spürte den Schmerz als sie die exotische Energie anzapfte um ihre innere Realität auch real werden zu lassen.
Nach ein paar Sekunden nahm sie die Hand weg und sah leicht gestresst aus.
Hug sah sehr zufrieden auf dem Handrücken.
„Das haben sie sehr gut gemacht, als wäre es nie dagewesen. Sie haben schon öfter solche kleine Blessuren weg gemacht?“, fragte er, das es besser gelaufen als bei viel anderen und das machte ihn neugierig.
„Ja, ich habe zwei kleine Brüder und da sind Kratzer oder Abschürfung nichts ungewöhnliches.
So konnte ich an etwas nicht kritischen Üben und sie konnte sich natürlicher weisse gleich eine neue abholen beim Blödsinn machen.“, sagte sie gut gelaunt.
„Ich denke Lesen müssen wir nicht machen oder?“, fragt er und sah in ihre Gedanken dabei.
„Ja da hat sich nichts geändert, leider Lesen wäre praktischer als Ballen.“ erwiderte sie daraufhin und sie wusste das es eine Fangfrage war ob sie daran denken würde.
„Sehr gut gedacht!“, sagte er leicht grinsend und hielt ihr wieder die Hand hin.
„Bitte einmal Ballen.“, sagte er und sie griff etwas unmotiviert die Hand.
Haji konzentriert sich um die exotische Energie im Körper von Hug und stellte sich den Transfer der Energie in ihren Körper vor, darauf hin spürte sich eine stechenden Schmerze im Kopf und schaute sehr angestrengt zu Hug.
„Das war unangenehmer als ich dachte.“, sagte sie und atmet etwas schneller.
Hug kramte in seiner Tasche und warf ihr danach einen Schokoriegel zu.
Sie nickte dankend und machte sich an den daran die köstliche Existenz des Schokoladen-Karamel-Keks-Riegels zu beenden.
„Ist gut für die Nerven bei so sowas. Also das Ballen hat sich gut angefühlt und eine akzeptable Menge ans Energie abzogen von meinen Gefühl her. Natürlich lässt es sich ohne andere erwachten schlechter Üben als Leiden aber ich sehe das ein gutes Potenzial.
Du hast doch sicher schon von dem Vertrag mit der Avennati Flottille M'Rhae gehörte?“, sagte er und wartet auf Haji damit sie den Bissen runter schlucken konnte.
„Ja und die ersten von ihnen werden im selben Jahrgang sein wie ich auf der Akademie, was ich toll finden.
Die Avennatii sind eine interessante Spezies mit einer sehr tragischen Geschichte.
Ich hoffe der kulturalle Unterschiede wird sich nicht zu sehr schocken am Anfang.“, erwiderte sie und nahm einen weitere Bissen.
„Also hast du dich schon etwas mit ihnen Beschäftigt, gut. Wir suchen momentan Freiwillige für die Akademie-Partner Bildung.“, stellte er fest mit eine Blick auf ihren Raumschiff-Anhänger am Smartphone.
Haji kaute nun etwas hastiger und sah ihn überrascht an.
„Wir das nicht normalerweise per Zufall gemacht?“, fragte sie daraufhin.
„Ja aber mit einer andere Spezies zusammen zuarbeiten für die nächsten fünf Jahre ist eine große Bürde für die Person, daher ist besser wen es freiwillig passiert, wir können damit auch Idioten oder Xenophobe ausschließen.“, beantwortet er ihren Frage.
„Leider gibt es noch Xenophobe, ich verstehe es nicht, wir sind in der Artemis und andere Kooperation mit andere Spezien und alle läuft gut für uns. Ich würde es gerne machen, vielleicht kann ich dann ja mal eine Flottille besuchen.“, sie klang dabei einigermaßen aufgeregt.
Hug müsste etwas grinsen dabei, sie wollte wirklich dringend die Galaxie sehen.
„Gut, dann trage ich sie in die Liste ein. Sie bekommen dafür auch einen kleinen PLAN-Credit Bonus für den guten Willen und Kooperation.“, sagte er und tippte etwas auf der Tischplatte herum.
„Oh, das finde ich nett, aber das muss nicht sein, durch meinen Vanguard-Trainee-Status habe ich schon mehr als ich ausgeben kann.“, sagte sie und setzten zum finalen Angriff auf den Riegel an.
„Ich glaube sie werde dafür in den nächsten Jahren genug Gelegenheiten finden auf den Campus der Akademie. Bevor wir das Beenden, schreiben sie mir bitte noch einen Satz in den Verstand.“, sagte Hug und entspannte seine geistigen Barrieren.
„Test Test Eins Zwei Drei.“, hörte Hug darauf in seinem Kopf.
„Sehr Kreative, junge Dame.“, sagte er und sie grinsten beide.
Die Evaluierung war beendet, das Ergebnis war gut und schon bald würde sie in die Akademie ihr Training vorsetzten.
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Die Pfade des Erwachens

by GAR » Fri Nov 11, 2016 9:35 pm

[Talkar-System, Orbit über Talkar Prime]

Das Schiff der Königlichen Garde, welches Nao und seine künftigen Mitschüler nach Talkar Prime bringen sollte, näherte sich langsam dem Planeten.
Nao selbst lag mit hinterm Kopf verschränkten Armen in seiner Koje und geisterte halb gelangweilt durch die Schiffssysteme. Zumindest, so weit er darauf zugreifen konnte.
Relativ viele Reinblüter verwendeten irgendeine Form von Neuralem Interface, auf der anderen Seite sahen es relativ wenige Leute gerne, wenn Fremde ungehindert auf ihre Computersysteme zugreifen konnten und trafen Maßnahmen den Zugriff unbefugter Personen einzuschränken. Aber Nao hatte sich während der Reise mit ein paar Leuten im Maschinenraum angefreundet, was ihm ein paar zusätzliche Freiheiten eingebracht hatte.
Beispielsweise konnte er auf einige der internen Sensoren und Kameras zugreifen.
Seine erweiterten Sinne zeigten ihm, wie üblich, nur überraschend vorhersehbare Szenen, wie Leychiavellueique die Andere mit ihrem naiven Geplapper über Dinge überhäufte, die sie in Bezug auf die Talkarie gelesen hatte.
In der Gruppe war sie insofern ein Sonderfall, da sie als Tochter einer Gräfin die einzige Adlige war. Ein paar weitere waren wohl technisch gesehen auch adeligen Standes, aber dann doch nicht so richtig.
Leychiavellueique war ein sehr aufgewecktes und gutmütiges Mädchen, man merkte ihr aber an, dass sie etwas zu behütet aufgewachsen war.
Auf der Anderen Seite des Spektrums stand Schwester Soravell, sie hatte scheinbar den Vorsatz gefasst, ihre mangelnde Bildung mit aggressiver Frömmigkeit und übertrieben rechtschaffenem Gehabe wieder wett zu machen. Außerdem war sie die einzige Promenadenmischung an Bord die nicht zu den niederen Rängen der Besatzung gehörte. Zum glück hielt sie sich die meiste Zeit im Umfeld ihres gleichen auf und war unterwegs daher kein all zu großes Ärgernis.
Der rest der Leute hatte sich großteils nach Ähnlichkeit geordnet in kleinere Lager aufgespalten und blieb unter sich.
Nao war der einzige aus einer Schiffsbauer in der Gruppe, mehr oder minder. Thephwicioxqauques, der Neffe des Baumeisters unter dem Nao's Familie arbeitet war auch in der Truppe, aber Cioqau, wie sie ihn nannten, war ein aufgeblasener Trottel der Nao meistens schon aufregte, wenn er nur den Mund aufmachte.
Außerdem wollte zu dieser Zeit einfach nur der Welt und Allem davon laufen, also grenzte er sich ab.
Als sie sich dem Planeten weiter näherten, kamen zunehmend mehr und mehr von Nao's Mitschülern in der Messe zusammen um sich den Ausblick auf Talkar Prime anzusehen. Er selber war darauf nicht sonderlich gespannt, er würde die nächste Zeit noch mehr als genug davon zusehen bekommen und außerdem näherten sie sich der Welt von der Tagseite aus, so dass man ohnehin nicht richtig sehen konnte.
Später aber kamen Strukturen in Sicht, deren Erscheinung eine auffallende Ähnlichkeit zu den Bildern von Schiffswerften aufwies die er gesehen hatte.
Nao's Interesse war geweckt, womit er sich doch noch zu den Anderen in Messe gesellte, Cioqau war auch unter den Anwesenden, aber er hielt den Mund, was seine Gesellschaft gleich um ein gutes Stück aufwertete.
Gerade als Nao schon dachte er könne sich in Frieden die Schiffswerft ansehen, kam Leychiavellueique freudig angetanzt.
"Nao, Nao! Ich muss dir einfach etwas wundervolles über die Ascendantin erzählen!"
"Weiß ich schon. Die Ascendantin hat befohlen, dass die Talkarie allen Erwachten helfen, das hast du mir schon erzählt." versuchte Nao dem Gespräch auszuweichen, aber Leychiavellueique wurde darauf hin nur ärgerlich.
"Das habe ich selber erst vor kurzem gelesen und wir sind uns seither nicht Begegnet. Nao, du hast wieder gelauscht, das ist so eine bodenlose Unverschämtheit von dir!"
"Nein, ich hab dich nicht belauscht."
Nao kümmerte es nicht ob Leychiavellueique beleidigt sein würde, aber er unternahm dennoch einen halbherzigen Versuch sich raus zureden.
"Doch, hast du, woher wüsstet du das sonst?"
"Gut, wenn du's mir nicht gesagt hast, dann hab ich's irgendwo gelesen"
"Als ob! Du hast doch bisher noch nicht einmal das Einführungsschreiben gelesen."
"Ja... dann hat's mir wohl jemand anders erzählt."
"Nichts da, du hast wieder gelauscht. So was respektloses! Wenn ich nur meine Erwachtenfähigkeiten bereits beherrschen würde..."
"Dann was? Würdest gegen meinen Willen in meinen Geist eindringen, um selber nachzusehen?"
Leychiavellueique verschränkte darauf hin die Arme von der Brust und schmollte gewaltig.
"Nao du bist blöd!" warf sie ihm dann vor und stampfte aufgebracht zu ihrem Fensterplatz zurück. So fern man eine Gangart von jemanden mit ihrer zierlichen Statur überhaupt so bezeichnen konnte.
Nao fühlte einen leichten Anflug von einem Lächeln. Nun wo er sie so schmollen sah, musste er zugeben, dass es wahrscheinlich sein Highlight während der ganzen Reise sein sollte.
Der Moment, so schön er auch war, war allerdings bald wieder vorbei und wich der Langeweile, noch dazu lies das Gedränge am Fenster keinen guten Blick auf die Schiffswerft und das obwohl man bei den Sichtverhältnissen so wie so keinen guten Blick auf den Planeten bekam.
Nao hatte aber eine Idee.
"Sag mal, du kennst dich doch mit Bildschirmen und solchen Kram aus, oder?" fragte er einen der Anwesenden, dessen Handwerk ihm besser in Erinnerung geblieben war, als dessen Name.
"Ja, und? Die Systeme an Bord sind alle gesichert. Ich kann zwar an der Hardware herumdoktern, aber am Ende kriegen wir so oder so kein Bild."
"Und was wäre, wenn ich dir den nötigen Systemzugriff verschaffen kann?"

Keine fünf Minuten später zeigten die Bildschirme der Messe in Helligkeits- angepasste Echtzeitbilder des Planeten, während Nao freien Blick auf die Werftanlage hatte.
Er machte sich keine großen Sorgen darum, ob jemand die unerlaubte Nutzung der Geräte bemerken würde, denn so kurz vor ihrer Ankunft waren auch die härtesten Disziplinären Maßnahmen die man ihnen angedroht hatte nicht mehr sonderlich furchterregend und es war mehr als unwahrscheinlich, dass der Captain zur Strafe das Schiff wenden und wieder nach Hause fliegen würde.

Nao verbrachte die nächste Zeit schweigend damit über die Werften nachzusinnen, ein Tun in dem er, wie sich zeigte nicht alleine war.

"Meine Familie baut selbst Raumschiffe", sprach dann jemand neben ihm, es war Cioqau "Wir haben nicht mal ansatzweise solche Anlagen wie die Talkarie hier, aber so ziemlich alles was wir zuhause bauen ist größer als die Nussschalen, die die Talkarie hier zusammenschrauben. Ja, unser letztes Schiff war sogar größer als eine dieser Werften hier.
Wenn wir jemals die Chance haben sollten die Heimat zusammen zu besuchen, dann muss ich dir unbedingt zeigen, wie wir richtige Schiffe bauen."

Cioqau hatte wahrscheinlich keinen blassen Schimmer, wie man Raumschiffe baute. Seine Familie verdiente sich eine goldene Nase daran Baumaterial in größtmöglichen Mengen billig anzukaufen und dann nur für völlig überzogene Preise an die eigentlichen Schiffsbauer weiterzugeben.

Davon erwähnte Nao in seiner Antwort aber nicht eine Silbe, sondern machte nur knapp.
"Mhm."
Was er aber eigentlich meinte war
ACH HALT DOCH DEIN DUMMES MAUL!

Da zuckte mit einem Mal Leychiavellueique zusammen und stellte die Ohren auf.

"Nao! Manieren, junger Mann!" rief dann das drei bis vier Jahre jüngere Mädchen, dass ihm kaum bis zur Brust reichte, voller Entrüstung.
Worauf Nao nicht der Einzige war, der ihr überraschte Blicke zuwarf.
Hatte sie das etwa gehört?! fragte er sich.

"Ähm..." fuhr dann peinlich berührt fort "Ich meinte.... ich wollte sagen... ähh.. ich glaube ich hab noch was beim Packen vergessen, ich muss weg!" und mit diesen Worten suchte sie kleinlaut das Weite.
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Fri Jan 23, 2015 2:04 am

Re: Die Pfade des Erwachens

by IanNS » Sun Nov 13, 2016 6:07 pm

[Orbitalfahrstuhl]

Eine Gruppe Talkarie Erwachte welche sich zahlenmäßig genau an die Gruppe Erwachte der Avennati angepasst war.
Es war eine gut durchgemischt Gruppe, ein paar Militärs und der Rest waren zukünftige MEK-Erwachte.
Eine der beiden Militärs war Annemarie Julius von Hevajha Sebastius, die Hevajha stellten seit fünf Generation nur leitendes Personal, überraschende weisse.
Julius war eine großer schlanker Talkarie mit silbergrauen Haaren, er sah aus wie ein klassischer Talkarie anderes als Haji.
Sie war mittelgroße, ihr Figur war etwas schlanker als üblich, was daran lag das sie etwas härter trainiert als üblich für Vanguard-Trainnes.
Eine seltener aber rein kosmetischer Gendefekt hatte dafür gesorgt das auch ihre Augenapfel die selbe Pigmentierung wie ihre Iris hatte, sie hatte eine goldgelbe Iris.
Die beiden trugen die Ausgehuniform der Vanguards zu diesen Ereignis zusammen mit den Abzeichen ihres Regimentes, den „Voids Roses“.
„Ich kann es kaum abwarten sie zu Treffen.“, sie klang leicht aufgeregt.
Wobei sich immer noch die Aufnahmen seines Evaluierungs-Gespräches in Kopf hatte, wie abwesend und demotiviert wirkte.
Julius drehte seinen Kopf herum und sah sie etwas genervt an, sie war schon den ganzen Tag aufgeregt darüber.
Es war nicht so das er es nicht nachvollziehen konnte, schliesslich war es auch, bloss sie etwas zu energisch dabei, für seinen Geschmack.
„Das hast heute schon genug gesagt im Laufe unsere Anreise, ich weiss du stehst auf zu ziemliches alles was aus dem Weltraum kommt. Wir treffen sie gleich, also komm mal runter.“, sagte Julius recht neutral zu ihr.
„Idiot!“, hörte der drauf in sein Kopf und er wusste das es von Haji kam, aufgrund ihres Blicks den sie ihm gerade zuwarf.
„Beleidigung vom Vorgesetzten! Du weisst was darauf steht!“, schrieb er in ihren Kopf zurück, was sie völlig unbeeindruckt lies.
Haji war die Zugführerin eines Kommandotrupps des Regiments und Maskottchen von selbigen Regiment, wegen ihren Augen, an sich hübschen Aussehen und weil sie mehr trainiert als
Julius hingegen war eine zukünftiger Hauptmann und der Chef der Kommando-Abteilung der Void Roses, bloss Hajis war die Zugführerin von seinen besten Zug.
„Mir doch egal!“, sendet sie zurück und quittierte es mit eine starren Blick auf die Fahrstuhltür.
Julius schickt ihr ein Gefühl der Resignation und leichten Belustigens Gefühl wegen ihres „kindschen“ Verhalten.
Die Tür ging auf.

Geordnet gingen sie in den Ankunftsbereich des Terminals wo die Avennati Erwachten eintreffen wurden.
Dieser Ankunftsbereich war direkt über den Andockbereich, so konnte man das Schiff gut sehen und hatte noch einen tollen Ausblick auf Talkar Prime.
Die Gruppe sah wie das Avennati-Schiff mit fast schon einer zu flüssigen Bewegung andockte, die Fähigkeiten eines lebenslangen Raumfahres.
Haji sah das, diese Schiff sah recht vollständig aus von Design und war nur leicht modifizierten wurden, es sah weniger aufregende aus als sie es erwartet hatte.
„Die werden jetzt noch ein paar Minuten brauchen, Dekon und Identifizierung warten auf sie.“, sagte Julius und inspizierte Hajis ob noch alles sass.
Die Uniform sass etwas zu straff am Torso und er wollte es gerade korrigieren.
„Sie sind etwas gewachsen und die Regimentsscheider hatte noch keine Zeit es zu ändern.“, erhörte der Haji in seinen Kopf und nahm die Hand weg.
„Entschuldige..“, kam es von Ihn zurück und ein leichte peinlich berührten Information.
Sie inspizierte seine Uniform auch noch mal und zupfte sie wieder zurecht.

Haji sah nun auf die Fahrstuhltür wo die Avennati heraus treten würden wen sie die Ankunftsprozess hinter sich hatten, sie hoffte das Ahiiqueynaouqes gut gelaunt ist.
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Sun Jan 25, 2015 12:38 pm

Re: Die Pfade des Erwachens

by GAR » Sun Nov 13, 2016 10:40 pm

Die Türen öffneten sich und die Avennatii betraten den Ankunftsraum, sie waren in hermetisch verschlossene Encountersuites eingekleidet, welche sie vor potentiellen Gefahrenstoffen in der Atmosphäre schützte und es ihnen ermöglichten sich trotz der stark erhöhten Schwerkart zu bewegen.
Die meisten waren nicht mit den Anzügen vertraut und konnten sich daher nur sehr unbeholfen darin bewegen, selbst bei für den für sie gewohnten Verhältnissen, daher waren sie in der Schwerkraft ihrer neuen Umgebung weitgehend darauf angewiesen, dass die lokomotiven Hilfssysteme richtig arbeiteten, womit ihrer Bewegungen sehr steif und mechanisch wirkten.
Nao bekam es bei seinen ersten Gehversuchen in der Hochschwerkraftsumgebung regelrecht mit der Angst zu tun und tappste mit deutlich kleineren Schritten dahin, als nötig gewesen wäre. Und dabei war er nicht der einzige.
Schwester Soravell brauchte sich um die Umweltbedingungen freilich keine sorgen zu machen.
Das Gehen viel ihr zwar sichtbar schwerer als gewohnt, aber als Mischling würde sich schon bald an die vorherrschenden Umweltbedingungen von Talkar Prime angepasst haben und sich frei bewegen können, ohne eine verdammten Kühlschrank herumtragen zu müssen.
Anstelle in eine beengende Blechdose eingesperrt zu sein trug wie üblich eine mit reichhaltigen Stickereien verzierte, Ordensrobe.
Die Robe war einmal einfärbig, aber Soravell hatte sie während der Überfahrt eigenhändig verziert.
Ungünstiger Weise bedienten die peinlich genau abgestimmten Farben ein Spektrum welches sich für die Talkarie nicht von dem rot getönten Gelb des Stoffes unterschied, was die äußerst fein gearbeiteten verzierungen fast schon zu einer schwer erkennbaren Applikation degradierte.
Die Andern begannen sich aus der ungeordneten Gruppe zu lösen, um sich, als wäre das Prozedere vordefiniert, einzelnen Talkarie vorzustellen, worauf Nao die erkenntnis kam, dass er sich zu mindest mit dem Einführungsschreiben hätte beschäftigen sollen.
Die aufkommende Nervösität war dann aber kurzzeitig vergessen als er sah, wie sich Leychiavellueique fast schon tänzerisch durch den Raum bewegte.
Sie stolzierte etwas träge, aber dennoch mit unverkennbarer Eleganz, auf einen der Talkarie zu, ihm mit einem höfischen Knicks ihre Aufwarung zu machen.
Nao war im ersten Moment völlig perplex, sein Suite zwar ihn schon bei dem geringsten Ballaceverlust zurrück in einen geraden Stand, um einen Sturz zu vermeiden und er konnte sich einfach nicht vorstellen, wie Leychiavellueique es fertig brachte sich bei der Schwerkraft so mühelos zu bewegen.
Dann viel ihm aber wieder ein, dass er er sich in der misslichen Lage befand scheinbar als einziger nicht darüber bescheid zu wissen was vor sich ging, also blieb er stehen um abzuwarten was weiter geschah.
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Re: Die Pfade des Erwachens

by IanNS » Sun Nov 13, 2016 11:17 pm

Julius sah mit entzücken wie eine Avennati in ihren Encoutersuit vor ihn einen Knicks machte, vorauf er sich verbeugte.
„Chia, wie schön dich endlich hier auf Talkar Prime begrüßen zu dürfen.“, sagte Julius recht unförmlich.

Haji sah sich etwas unsicher um und dachte dabei etwas schlecht gelaunt.
„Diese verdammten Suits, wie soll ich da nur jemanden finden!“, dachte sie und sah sieh hektisch um ihren Avennati zu finden.
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Re: Die Pfade des Erwachens

by GAR » Mon Nov 14, 2016 12:01 am

"Julius, das Vergnügen ist ganz meinersets. Ich habe die letzten Monate so viel über Talkar Prime gelesen, oder zu hören bekommen, ich kann es gar nicht erwarten die Wunder deiner Welt mit eigenen Augen zusehen."

Unterdessen trat einer der aus der Heimat mitgereisten Aufseher an Nao heran.
"Haji" sprach er, als er ihm den an die Schulter fasste, um ihn in die richtige Richtung zu weisen.
Nao sah ihn aber nur verwirrt an und meinte , "Gesundheit."
Der Aufseher seufzte.
"Die Talkarie dort in der Uniform, das ist Haji, du sollst zu ihr hin gehen und dich ihr vorstellen."
Nao machte sich unsicher in kleinen Schritten auf den Weg.
"Ähm, hallo Haji, ich bin Ahiiqueynaouqes Nuargauxhuiequenati." versuchte und verfiel dann wieder in abwartendes Schweigen.
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Re: Die Pfade des Erwachens

by IanNS » Mon Nov 14, 2016 12:50 am

„Das ist schön zu hören, wobei du schon in einem unserer Wunder diese Welt leben wirst.“, sagte Julius darauf.

Haji sah die kleine Szene und sah wie daraufhin ein der beiden Avennati zu ihr ging und sich dann heraus stellte das er, der Gesucht war.
„Hallo Nao, ich bin Sophia Haji von Sallais Talemar und dein Kooperation-Partner für deine Zeit auf der Akademie. Wie geht es dir?“, fragte Hajie ihn.
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Re: Die Pfade des Erwachens

by GAR » Mon Nov 14, 2016 1:52 am

Für Nao kam die Frage vollkommen überaschend. Nicht dass er mit einer anderen Frage gerechnet hätte, er war vollkommen unvorbereitet in dieses Treffen gegangen und hatte für keine einzige Frage eine bessere Antwort parat, als die jeweils naheliegendste.
Außerdem war er sehr überrascht, dass sie seinen Spitznamen kannte, woraus er Schlussfolgerungen zog, die ihm nicht gefielen, aber er wollte nicht riskieren die Situation noch unannehmlicher zu machen als sie ohnehin schon war.

"Gut, denke ich," antworte er dann " Und selber, Sophia Haji von Talemar?"
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Re: Die Pfade des Erwachens

by IanNS » Mon Nov 14, 2016 10:33 am

Haji wurde etwas gelassener.
„Mir geht es super, ich kann endlich die Spezies treffen, welche die faszinierende Galaxie kennt wie kaum ein andere. Nenn mich einfach Haji, wir halten die Formalitäten recht gering hier.“
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