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Falsche Fährten [CEO 998]

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administrantium

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Fri Sep 14, 2012 6:50 am

Falsche Fährten [CEO 998]

by administrantium » Fri Feb 06, 2015 5:11 pm

Calda-Sonnensystem – transplanetarer Bereich
CEO 998


‚Stille‘.
Mit Stille beginnt fast jede Science-Fictiongeschichte. Da hatte Ji’Al jetz schon erst recht keine Lust drauf und blätterte in seinem Holopad zum nächsten Buch weiter: Der Führer von Arzagru.
‚Das klingt doch schonmal nach etwas‘ dachte er sich und öffnete die Datei, doch in diesem Moment schrillte sein Kommunikator.
„Commander, die Sprung Aggregate sind aufgeladen. Flottenbereitschaft bei 95%“
enttäuscht über seine nicht mehr vorhandene Lesezeit bestätigte Ji kurz und setzte sich auf. Sein Holopad warf er auf seinen Stuhl rüber, über den sein zweiter Anzug gelegt war. Er blieb noch einen Moment sitzen, entschied sich aber nach wenigen Sekunden zur Brücke zu gehen. Ji’Al ist Kommandeur einer Transportflotte, auf dem Rückweg von der Calda-Raumstation zu den Heimatsystemen.
Ihr nächster Sprung führt sie in ein Sonnensystem, dass den Sensordaten zufolge bewohnt ist. Da man aber keine nennenswerten Ergebnisse bei der Elementenanalyse erhielt, was auf ein frisch raumfahrendes Volk deutet, entschied man sich keinen Kontakt aufzubauen und die wichtige Lieferung fortzusetzen und später ein Schiff vorbeizuschicken.
Während er durch den Flur lief, schaute er sich auf seinem Holopad weitere Analysen an und hatte einige Bedenken. Die Sensoren haben einige metallreiche Objekte entdeckt, sie aber aufgrund ihres geringen Energielevels als tote Objekte identifiziert.
Normalerweise vertraute Ji’Al dem KI-Urteil, doch dass hier lässt ihm keine Ruhe.

Auf der Brücke angekommen sprach in gleich sein ausführender Offizier an: „Commander, wir können den Sprung durchführen. Alle Schiffe sind aufgeladen.
Warten Sie noch kurz“ sagte Ji’Al und winkte ihn ran „Was halten Sie von diesen Werten? Ich halte das für deaktivierte Schiffe“. Je’Ngo schaute kurz drüber, schien sich aber nicht zu kümmern.
Sieht für mich wie ein einfacher metallreicher Asteroid aus“. Ji’Al zögerte noch kurz, schob seinen Zweifel dann aber als Paranoia ab. „Na gut, initialisieren Sie den Sprung!

Diese Worte lösten im Raum nun regen Betrieb aus. Der XO brüllte die Befehle nun jeder Station zu: „Sprung initialisieren, Countdown starten und mit der Flotte synchronisieren. Gravitonstabilisatoren einfahren! SL-Aggregate herunterfahren. Thlyiuminjektion starten! FR-Zellen 3 und 4 zum inneren Schild schalten“. Die Brücke lebte und alles arbeitete, während JI’Al an seinem Kommandotisch stand und das Hologramm der Flotte betrachtete. Die Visualisierung zeigte die relativen Positionen der einzelnen Objekte dar, rund 23 gelbe und 4 blaue Objekte. Um die winzigen Hologramme drehten sich Kreise, die die Dauer zum Sprung anzeigten.
Ein Offizier aus den hinteren Reihen rief „Thyliuminjektion vollzogen. Kernreaktion eingeleitet“. Ein Anderer rief „Countdown minus 10 Sekunden“. Über alle Monitore legte sich diese Zahl. Nun hieß es vorbereiten, die letzte Sekunde und der Sprung selbst kribbeln und fühlen sich seltsam an, egal welcher Rasse man angehört. So ist das nunmal, wenn man innerhalb von maximal 2 Sekunden gigantische Strecken zurücklegt.
„7…6…5…“
Durch das Metallgerüst des Schiffes hörte man Aggregate und Module aufladen.
„4…3…2…1…“
Die Innere Schwerkraftkontrolle setzte aus. Für den Moment des Sprungs darf das Schiff keinem Einfluss von künstlicher Schwerkraft ausgesetzt sein, weshalb sich sie sich abschaltet. Aus den Fenstern sah man ein Energiefeld um sich herum, dass wie Feuerwerk knisterte.
„Sprung…“

Die letzten Buchstaben wurden vom Sprung selbst verschluckt. Im nächsten Augenblick befand sich die Flotte schon am Zielort. Das dumpfe Gefühl der letzten Sekunden verschwand und jeder fühlte sich wieder klar. Es war wie aus einem Sekundenschlaf hellwach aufzuschrecken.

Alle Offiziere finden an wie wild zu wuseln. Das Hologramm baute sich neu auf und alle Objekte erschienen wieder, zwei drei Nachzügler schienen erst wenige Sekunden später als Andere auf dem Schirm, aber es waren Alle anwesend.
Alle Systeme wieder in Funktion. SL-Antrieb initialisiert. Thyliumzufuhr umgeleitet und innerer Kern stabil.
Ji’Al antwortete „leiten Sie die Energie von FR-3 zum SL um und FR-4 in die Schildkontrolle“. Seine Offizieren nickten kurz zu und taten, wie ihnen befohlen.
Das Hologramm verkleinerte sich und zeigte nun das System mit allen wichtigen Objekten an. Er war überrascht als er um einen der inneren Planeten, auf denen die Sensoren vorher Leben entdeckten, ein Objekt aufblitzen sah. Ji drehte sich kurz am und sah zu seinem Aufklärungsoffizier „Was ist das hier für ein Objekt?“.
Der Offizier durchblätterte seine Datenbank und schüttelte leicht den Kopf. „Ähm, es scheint sich um ein Raumschiff mit Waffensystemen zu handeln, soweit es die optischen Sensoren erkennen. Ich sehe, dass von dem Schiff ähnliche Signaturen kommen, wie bei den FTL-Antrieben der Pullesianer.
Ji’Al kam ein Gedanke.
Hatten die Pullesianer nicht vor wenigen CEO-Monaten Kontakt mit einer reptilianartigen Spezies in diesen Sektoren?
Eine kurze Pause, dann kam die Antwort: „Ja, das stimmt. Sie scheinen sich Invatusonaner zu nennen… Oh ich mein Invitusianer, tut mir Leid“ – „nicht so schlimm“ entgegnete Ji’Al. „Ich wundere mich manchmal auch, was Die sich so für Namen für Ihr Volk einfallen lassen. Da gab’s mal nen Volk, im Delta-Quadranten, die nannten sich doch tatsächlich ‚Knodliamatriana‘. Wenn das mal kein dummer Name ist“ Die Offiziere der Brücke starrten JI’Al schräg an. Sein XO Je’Ngo unterbrach ihn „Commander, ich glaube wir sollten uns besser dem nächsten Sprung widmen
Sie haben Recht“ antwortete Ji’Al etwas verschämt.
Na gut, Aufladezeit zum nächsten Sprung?
2 Stunden 37 Minuten bis zum nächsten Sprung voller Reichweite
Wunderbar. Weisen Sie alle Schiffe an einen vollständigen Systemtest durchzuführen. Ich will nicht, dass wir in den nächsten 7 Lichtjahren keine unerwartete Panne haben, da ist nämlich nichts, wo wir…“ In diesem Moment wurde er von schrillen Alarmsirenen unterbrochen. Das Hologramm der Kommandokonsole zeigte statt angenehmen blauen und gelben Punkten plötzlich rot-orangene Warnzeichen an. Das Imperium.
Was vorher für Asteroiden gehalten wurde, hat sich eingeschalten. Die Sensoren erfassten die Energiesignaturen sofort als die von imperialen Zerstörern. Ji’Al stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben, jedem auf der Brücke genauso.
Wir sind so gut wie tot
Was machen wir jetzt?“ fragte der XO verwirrt.
Ji’Al musste kurz nachdenken. „Okay… wir werden dem Angriff nicht ausweichen können, sie sind zu nah dran“ Die roten Objekte näherten sich der Flotte, sie waren nur wenige Lichtminuten entfernt, was sie zu einer realen Bedrohung machen.
Okay, die 23 Transporter müssen nicht weit springen, um außer Reichweite zu sein. Weisen Sie sie an, sofort einen neuen Sprung cirka 1/3 Parsec in Richtung 0-093-545 durchzuführen.
Sir, die Schiffe brauchen dafür noch cirka 23 Minuten Aufladezeit
Das ist zu wenig. Imperiale Schiffe brauchen bei dieser Entfernung nur ungefähr 12 Minuten, bis sie im Feuerradius sind.
Die Transporter sollen sofort in Richtung 0-094-455 ausweichen. Rufen Sie die CH-Agnar, die CL-Igor und CL-Pontik. Sie sollen in Speerposition vor die Transporter, Wir reihen uns ein.

Das Schauspiel begann. Die vier Begleitschiffe des Konvois, zwei schwere und zwei leichte Kreuzer, brachen aus der Formation aus. Die Transporter bewegten sich relativ gesehen nach unten weg und flüchteten. Ihre Sublichtantriebe leuchteten so hell auf, dass man seine Augen schließen müsste, um nicht blind zu werden.

Ji’Al gab allen Schiffen die Anweisung in Gefechtsbereitschaft zu gehen. Auf den Oberflächen öffneten sich Luken und Waffensysteme wurden ausgefahren. Kleine Antennen fuhren stachelförmig aus jedem Schiff auf.
Commander, Waffen- und Schildsysteme auf jedem Schiff aktiviert
Gut, stellen Sie eine Konferenzschaltung mit den anderen Commandern her“.
Gesagt, getan. Auf den vorderen Anzeigen der Brücke erschienen Blicke auf drei andere Brücken, jeder Commander des jeweiligen Schiffes trat vor.
Guten Tag, Kollegen. Wir werden es wohl mit 3 imperialen Zerstörern und einem Sternenzerstörer zu tun haben. Die drei Zerstörer einzeln könnten wir schlagen, aber das Schlachtschiff macht mir Sorgen. Es wir dein harter Kampf, daher werde ich Protokoll A3 aktivieren.“ Jeder Kommandeur nickte und man beendete die Konferenz. Mit Protkoll A3 wir die Trinity-Steuerung aktiviert. Jedes militärische Schiff verfügt über ein solches Modul. JI’Al ist somit nun direkter Befehlshaber über 4 Schiffe. Alle KIs der 4 Schiffe synchronisieren sich nun direkt und können Befehle nun umgehender verarbeiten.
Ji’Al sah sich noch einmal in seiner Brückencrew um.
Viel Erfolg, Freunde“.
In diesem Moment schlug das erste Projektil einer imperialen Waffe in den leichten Kreuzer Pontic ein.
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Cheater

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Wed Jan 21, 2015 10:00 am

So schnell wie kein Invitusianer zuvor

by Cheater » Wed Feb 11, 2015 12:49 pm

Derweil herrschte auf den Planeten des Origo-Systems der normale Alltag.
Schiffe flogen zwischen den Planeten hin und her, Funkkontakt bestand zu jedem Zeitpunkt zwischen Amphitrite und seinen Kolonien, und die Invitusianer erkundeten immer mehr der anderen Welten ihres Systems.

Lediglich im Orbit Amphitrites fanden außerordentliche Besonderheiten statt.
Die PRF Crepusculi löste sich gerade nach dem Abschluss der kurzen Umbaumaßnahmen aus der Anha-Uxo 1 und flog ganz langsam in Richtung der äußeren Planeten des Systems.
"Bereit für den Start der PD-Aggregate?"
"Check."
"Der Flug-Kondensator ist voll aufgeladen?"
"Positiv. Bei 99,7% der erwarteten Kapazität."
"Die SR-PD ist eingestellt für den Zwischenzustand?"
"Positiv. 40% unserer Raumzeit, 60% der Raumzeit der SR-PD."
Der Kapitän der Crepusculi legte einen erfreuten Ausdruck auf sein Gesicht.
"Dann starten sie den PD-ÜZ! Richtung Wanski, 10 Sekunden Flug!"
Die Crepusculi hatte sich bereits ausgerichtet und beschleunigte nun stark im Sublichtbereich, nur um wenige Augenblicke später ohne Vorwarnung im Dunkel des Weltraums zu verschwinden.
Wenn man genau hinschaute, konnte man noch die stark transparenten Umrisse der Crepusculi ausmachen, bevor das Schiff so schnell wurde, dass es sofort außer Sichtreichweite verschwand.
10 Sekunden später erschien das Schiff knapp 3 Millionen Kilometer entfernt von seiner ursprünglichen Position.
"Sir, wir sind erfolgreich angekommen.
Es gab leichte Schwankungen im Energieoutput des Flug-Kondensators, und auch die Größe des Übergangsfeldes variierte stark.
Hätten wir es nicht deutlich größer als nötig ausgelegt, hätte es die Crepusculi zerrissen.
"
Der Kapitän grinste trotz der stimmungsdämpfenden Nachrichten weiter vor sich hin.
"Aber wir sind so eben mit Lichtgeschwindigkeit geflogen, richtig?" sagte er, und die Euphorie in seiner Stimme ging ein wenig auf die Brückenoffiziere über.
Der PD-ÜZ-Ingenieur erwiderte:"Fast. Unsere durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 0,998c."
"Das reicht mir. so schnell wie kein anderer Invitusianer zuvor, außer der Crew der Susceptis."
"Gut, dass sie das sagen, Sir.
Die Susceptis ist so eben neben uns aufgetaucht.
"
Sofort war eine Stimme über Funk zu vernehmen.
"Ist alles in Ordnung bei ihnen an Bord der Crepusculi, Geral?"
"Ja, es ist alles in Ordnung, Ship Operator Ozas.
Der erste Test des PD-ÜZ auf einem Großschiff war ein voller Erfolg, wenn auch kein Erfolg auf ganzer Linie!
Wir hatten Probleme mit dem Aufrechterhalten und der Kontrolle des Übergangszustand-Feldes.
"
"Außerdem hat der Kondensator unerklärlicherweise deutlich mehr Energie verloren, als berechnet.
Er steht noch bei 99,5% des maximalen Energieinhaltes.
"
Etwas verärgert schaute Terok Geral den PD-ÜZ-Ingenieur an, dann meldete er sich wieder per Funk.
"Wie dem auch sei: Noch ein wenig Optimierung und Anpassung, dann ist der Antrieb einsatzbereit für den Serienbetrieb!
Dann sind sie nicht mehr der Einzige, der sich außerhalb des Origo-Systems herumtreibt, Sir.
" Sagte der junior-Operator mit einem schelmischen Lächeln.
Ebenfalls mit einem Lachen in der Stimme kam die Antwort:
"Das wird ja auch langsam Zeit. Ich..."
Über Funk war ein kurzes Tuscheln zu hören. Einer seiner Offiziere meldete sich bei Ozas.
"Entschuldigen sie mich, junior-Operator. Unsere Sensoren haben etwas entdeckt..

An Bord der Susceptis:
"Es sind eindeutig imperiale Schiffe, die sich da gerade an die Gruppe unbekannter Schiffe annähern.
Wie lauten ihre Befehle, Sir?
"
"Zu aller Erst: Meldung beim Flottenkommando.
Wir sind die Einzigen mit FTL-Sensoren, und damit die Einzigen, die das so schnell bemerkt haben konnten.
Danach setzen sie Kurs auf den uns unbekannten Schiffsverband, aber fliegen sie langsam; vielleicht finden wir noch vorher heraus, was da vor sich geht.
"
Die vereinigten Invitusianer erheben sich in der Ahnengalaxie.

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